Krimi-Check: So war der "Tatort: Hundstage"

Hitze!

In der "Tatort"-Sommerwiederholung "Hundstage" kochen nicht nur die Außentemperaturen hoch 

Ein Toter im Hafen und ein ungeklärter Fall

Darum geht’s:

Dortmund brütet unter einer Hitzewelle. Kommissar Faber (Jörg Hartmann) hört Schüsse im Hafen. Er kommt gerade rechtzeitig, um eine Frau aus dem Wasser zu retten. Ihr Begleiter ist tot. Erschossen. Fabers Kollegin Martina Bönisch (Anna Schudt) kennt den Mann: Vor 14 Jahren wurde sein Sohn vermisst. Bönisch gibt sich eine Mitschuld daran, dass der Fall nie geklärt werden konnte. Als die Mutter des Jungen glaubt, ihren Sohn auf der Straße gesehen zu haben, verweben sich Vergangenheit und Gegenwart auf unheilvolle Weise.

Alte und neue Wunden

Die Kommissare:

… quälen sich. Und manchmal auch gegenseitig. Weniger reden wäre in diesem "Tatort" mehr! Flop!

Realitäts-Check: 

Der schlimmste Albtraum aller Eltern wird wahr: Ihr Kind verschwindet spurlos! Wie verändert das das Leben einer Familie? Drehbuchautor Christian Jeltsch recherchierte intensiv echte Fälle, unter anderem aus den USA. Entsprechend authentisch erzählt der "Tatort: Hundstage" von diesem Horror-Szenario. Top!

Bester Spruch: 

 "Wie ist das, wenn man der Hummel klarmacht, dass sie eigentlich gar nicht fliegen kann?" (Kommissar Faber über seine Verlustängste)

Einschalten oder abschalten?

Dass der traumatisierte Faber leidet wie ein Hund, daran ist der Zuschauer seit dem Einstand der Dortmunder gewöhnt. Aber hier leiden einfach alle. Kommissare, Verdächtige, die ganze Stadt. Schließlich sind es die Hundstage, die heißesten Tage im Jahr. Da kochen nicht nur die Außentemperaturen, sondern auch die Emotionen hoch. Das ist zuweilen etwas anstrengend. Aber sehr eindringlich erzählt. Und Regisseur Stephan Wagner fand dafür fiebrige Bilder. Spannung ist wie immer bei den Dortmundern garantiert. Einschalten!   

Autor: Stefanie Moissl

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